Monatstagebuch

Monat vom Bericht  

Info

1.12.
bis
31.12.
2012

Der letzte Monatsbericht. . .

…über die Aktivitäten des "Rügenkaktus" wird nun endlich erscheinen. Es ist nun schon wieder Mitte Januar. Eigentlich müsste ich schon bald an den neuen Bericht für 2013 denken. Meine für diese Arbeit bereitstehende Zeit reicht aber nicht mehr aus. Deshalb habe ich mich nun entschlossen, die Seiten von "RÜGENKAKTUS" etwas pflegeleichter zu gestalten. "Neues" soll es weiterhin geben. Die Erscheinungen sind aber unregelmäßiger und werden dann, aus heutiger Sicht bis jetzt so geplant, von den darauf folgenden Erscheinungen überschrieben. Bilder meiner Chamaecereus-Hybriden sollen auf eigenen Unterseiten, Stück für Stück, vorgestellt werden. Es gibt da so einige Ideen in meinem Kopf, wie ich meine Seiten verändern will. Man darf also gespant bleiben.
Nun aber zu den Tagen des letzten Monats im Jahr 2012. Da die Kakteen sehlenruhig im Gewächshaus schlummerten, das Wetter zwar winterlich mit teilweise schon viel Schnee war, welcher pünktlich zu Weihnachten schmolz, sonst aber zum Glück keine Extreme bereit hielt, konnte man sich ganz entspannt noch einmal den Dingen vom Anfang des Jahres widmen. Es war für mich ja das ganz Besondere ! Ein Traum vom Besuch des Heimatlandes der meisten meiner Kakteen wurde war. Ich war für reichlich drei Wochen in Mexiko. Erfahrene Kakteenfreunde zeigten mir viele schöne Standorte. Ziel war die Gattung Turbinicarpus. Pflanzen, welche teilweise an exponierten Standorten wuchsen. Nur zu erreichen, wenn man gewillt ist, "Bergkletter-Touren" auf sich zu nehmen. Die Reise war schön, wenn auch nicht optimal. Das Wetter war leider sehr feucht. Die geplante Tour musste mehrmals geändert werden, da bei viel Regen manche Gebiete nicht bereist werden konnten. Gegen Ende der Reise führte dann auch noch das Benehmen eines Cholerikers zur Trennung der Reisegruppe. Dinge passieren, welche man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Aber alles das ändert nichts an der Schönheit des erlebten. Auf den Fotos von heute sind noch einmal ein paar Turbinicarpen an Standorten zu sehen, welche wir besuchten. Man kann gut erkennen, wie naß auch Turbinicarpen am Standort stehen können. Die in Löschern der Felssplatten wachsenden Pflanzen stehen teilweise, wie in einer Badewanne, im Wasser. Moose speichern dazu noch lange die Feuchtigkeit. Die Temperaturen lagen kaum über 10°C. Ein Nachahmen dieser Gegebenheiten in unseren Gewächshäusern würde zum garantierten Tod der Pflanzen führen. Das man auf der Suche nach Turbinicarpen auch andere Kakteen findet, werde ich später auf einer eigenen Seite ( über diese Reise ) zeigen. Noch arbeite ich alles gesehene und fotografierte auf.
Als ich dann wieder zu Hause war, begann auch bald die Kakteen-Saison im Gewächshaus. Die eigenen Turbinicarpen hatten schon schöne Knospen. Der Winter war sonniger, als das jetzt der Fall ist. Wenn ich so über die Saison nachdenke, gab es keine spektakulären Besonderheiten. Alle Pflanzen wuchsen und blühten wie sie sollten. Ich war zufrieden. Die Erstblüher bei meinen Hybriden brachten kaum was brauchbares hervor. Sicherlich ist jede Blüte schön. Doch von meinem Zuchtziel bin ich, so glaube ich, noch eine Lebensaufgabe von entfernt. Zweifarbige Blüten, meist gelb mit rot oder rot mit gelben Schlund sind zwar schon in allen erdenklichen Schattierungen entstanden, doch sind die Körper noch nicht das, was ich Chamaecereus nennen möchte. Da ich mich nicht vom Drang nach Ruhm oder Geldgier gedrängt sehe, werde ich mit der Verbreitung von RGW Hybriden noch eine längere Zeit warten. Es wird auch später noch Menschen geben, welche sich dann über bunt blühende Pflanzen freuen werden.
Wenn ich im Jahresrückblick mir die zweite Hälfte ansehe, muss ich etwas Entäuschung gestehen. Viele meiner Herbstblüher haben auf Grund mangelnder Sonne und vermutlich auch Wärme, nicht geblüht. Das betrifft Mammillarien sowie Ariocarpen. Gerade bei letzteren fiel die Blüte gering aus oder verspätete sich soweit, das ich angesetzte Knospen am Zimmerfenster wieder eintrocknen lassen musste. Das Licht reichte auch dort nicht mehr aus. War das ein Vorzeichen auf den kommenden dunklen Winter ? Ich bin geneigt, diese Frage mit ja zu beantworten. Bis heute ( 20.Januar 2013 ) hat sich vom November an, kaum die Sonne gezeigt. Dazu hat es viel geregnet und auch geschneit. Die Wolkendecke war nebelartig geschlossen. Es fehlte der Wind, um etwas zu bewegen. Sehen wir, wie es weiter geht.
Unabhängig vom Wetter wachsen die Sämlinge unter Kunstlicht in diesem Jahr wieder schön voran. Es sind nicht viele, zu meist aus eigenen Samen gewonnene Turbinicarpen-Arten, doch es bereitet mir viel Freude, ihnen beim Wachsen zu zu sehen.
Für das kommende Jahr wünsche ich allen Kakteenbegeisterten eine tolle Saison mit ihren Pfleglingen. Möge alles gut wachen und blühen. Und wenn dann noch mal etwas Zeit ist, ruhig mal wieder auf den Seiten von Rügenkaktus vorbei schauen - auch wenn das hier der letzte Monatsbericht war.

Turbinicarpus ( Gymnocactus ) ysabelae bei Tula
Turbinicarpus ( Gymnocactus ) beguinii zwischen Mex 54 und Mazapil Zacatecas
Turbinicarpus klinkerianus Huizache Kreuzung
Turbinicarpus andersonii Nähe Presa de Guadalupe / SLP
Turbinicarpus jauernigii Nähe San Tiburcio
Turbinicarpus rioverdensis Nähe Rio Verde
Turbinicarpus spec. ( krainzianus ssp.lausseri ? / sphacelatus ? ) Nähe Staudamm Zimapan
Turbinicarpus spec. Jaungpflanzen ( krainzianus ssp.lausseri ? / sphacelatus ? ) gleiche Stelle
und was im nächsten Monat passiert, gibt es wie immer im nächsten Monatsbericht hier zu lesen …


Ihr Gerd Weiß
~Der RÜGENKAKTUS~



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©: Gerd Weiß ,
erschienen am 20.Januar 2013
20:00 Uhr
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