Woche vom Bericht  

23

30.5.
bis
6.6.
2010

endlich spielen die Temperaturen mit . . .
… die Arbeit im Gewächshaus und Garten macht bei solchen Wetter besonders viel Spass. Und am Abend läßt man solche Tage gern in Ruhe auf der Terrasse ausklingen. Halt ! Da fehlt doch was - ja, die Zeit für die Arbeit am PC ! So ist das nun einmal im Sommer. Deshalb kann es jetzt häufiger vorkommen, dass am Sonntag Abend noch kein Wochenbericht geschrieben wurde.
Natürlich wird alles nach geholt - zu mindestens die wichtigsten Ereignisse und Blüten notiert. Also, es hat in allen Ecken geblüht, sprich, es gibt jetzt kaum einen Tisch bzw Gattung, wo es nicht blüht! Besonders viel Freude bereiten mir in diesem Jahr die Echinocereen. Das war nicht immer so. Viele Jahre habe ich dort nur "grüne Masse" gepflegt. Selten gab es Blüten. In dieser Woche blühte der Echinocereus parkerii ssp.ganzalesii weiss zum ersten Mal. Weitere Pflanzen waren E.reichenbachii, longisetus, amoenus, pullchelus und weinbergii. Die Escobarien haben auch viele Blüten. Hier gefiel mir besonders der E.hesteri. Bei den Mammillarien möchte ich nur die Gruppen von Mam.theresae und ssp.albiflora sowie herrerae ssp.albiflora nennen, welche mich mit ihren vielen großen Blüten begeisterten. Da die Gattung Mammillaria sehr umfangreich ist, blüht hier auch immer etwas. Demnächst beginnen auch die Dolichiothelen. Gleich am Eingang steht bei mir eine ältere Gruppe von Aylostera heliosa. Ihre Blüten konnte ich nicht übersehen. In einem leuchtendem Orange bedeckten die Blüten die gesammte Pflanze. Ein schöner Anblick. Etwas weniger auffällig aber nicht unschöner, sind da die Blüten der Turbinicarpen. Hier blühten T.lophophoriedes, rioverdensis, horripilus und ein Nachzügler von subterraneus. Bei den Wilcoxia blühen jetzt E.kroehnleinii. Nun komme ich zu den Lobivien. Hier haben auch viele Arten geblüht. Besonders schön sind natürlich die Blüten der Hymeno-Lobivien. Lobivia jajoiana v.nigristoma ist zum Beispiel so eine Pflanze mit gelben Blüten und rotbraunen oder grünen Schlunden. Sie sind sehr schön an zu sehen, doch irgendwie ärgere ich mich auch oft über diese Pflanzen. Zum einen setzen sie oft mehr Blütenknospen an, als sie wirklich groß machen. Das liegt sicherlich auch an den höheren Temperaturen in meinem Gewächshaus, zum anderen blühen sie oft nur einen Tag. Selten sehe ich die Blüten in voller Anthese. Nun, vor einigen Jahren habe ich versucht, diese Pflanzen mit Chamaecereus-Hybriden zu Kreuzen. Im letzten Jahr haben die ersten zwei Pflanzen geblüht und in diesem Jahr haben sie mir richtig Freude bereitet. Warum ? Weil sie mir ihre Blüten nicht nur für so kurze Zeit wie die Lobivien gezeigt haben. Sie haben bis zu drei Tage voll geblüht, stehen dabei an Schönheit und Größe dem Original in nichts nach. Das ist mir schon bei anderen Kreuzungen mit Lobivien aufgefallen. Die Pflanzenkörper sind kleiner als die der Lobivien, die Zahl der Blüten reichlicher und von längerer Dauer. Ich bin echt am Überlegen, ob ich mir nicht alle die Pflanzen mit den großen Blüten und lobivioiden kleinen Körpern, welche bei den Kreuzungen von Chamaecereen immer wieder entstehen, aufhebe. Die derzeitigen Pflanzen haben mir mehr Freude gemacht, als die "echten" bot.Arten.
Bei den Chamaecereus-Hybiden ist es immer noch sehr bunt. Alle blühen wild durcheinander. Sie dürfen ! Ich habe in diesem Jahr nur sehr wenige Kreuzungen gemacht. Es stehen aus den vergangenen Jahren noch so viele Sämlinge an, die noch nicht geblüht haben und es wurden bis jetzt auch viel zu wenige Pflanzen aus sortiert, so das ich keinen Platz mehr habe. Erweiterungen sind erst "mittelfristig " in Sicht. Also muss die Hybriden-Zucht etwas auf Sparflamme gehalten werden. Das fällt natürlich schwer, wenn man immer wieder sieht, was für schöne Blüten die Pflanzen hervor bringen können. Interessant ist auch die "UNIKUM-Kreuzung" siehe Bild. Bei dieser Folgekreuzung wurde die Eigenschaft der orangen Strichelung auf den gelben Blütenblättern weiter vererbt. Somit ist das "UNIKUM" keine Chimäre, wie von Fachleuten angenommen. Der Gen-Defekt ist vererbbar ! Unterscheiden kann man die neue Pflanze - ich nenne sie mal "UNIKUM-2 " an den immer orange gefärbten Staubfäden. In der "UNIKUM" - Blüte sind nur die Staubfäden orange, welche sich in der Nähe der orange gefärbten Blütenblätter-Zonen befinden. Das "UNIKUM-2" wächst auch gedrungener als die Original-Pflanze.
Freuen wir uns nun auf die kommende Woche. Auch hier sollen die Temperaturen auf "warm" bleiben. Dann könnten auch bei mir die ersten Echinopsis-Blüten sich öffnen. Übrigens sind die Echinopsis und Chamaecereen im Übersommerungsquartier weit zurück geblieben. Selbst die ausgeräumten Rebutien blühen noch nicht ! Im Gewächshaus ist Rebutia und Co durch. Es war einfach zu kalt in diesem Frühjahr.

Echinocereus longisetus ( rayonesensis )
Echinocereus amoenus
Gruppe Chamaecereus-Hybriden mit lobivioiden Körpern
"UNIKUM-Kreuzung" mit vererbten Strichelungen
RGW - Hybride 50-2005-11
und was in der nächsten Woche passiert gibt es wie immer im nächsten Wochenbericht in einer Woche hier zu lesen …


  Ihr Gerd Weiß
~Der RÜGENKAKTUS~



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©: Gerd Weiß ,
erschienen am 8.Juni 2010
( Di.)
23:40 Uhr
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